Palfinger AG
Bei PALFINGER habe ich UX für HMI und SaaS umgesetzt, von Anforderungen über Prototypen bis zur Abstimmung mit Entwicklung und Stakeholdern.
Produktmanagement mit Schwerpunkt UX/UI/HMI
In meiner Rolle als Produktmanagerin mit Fokus auf UX, UI und HMI bei PALFINGER gestaltete ich Benutzererlebnisse für digitale und physische Produkte, von SaaS-Anwendungen bis zu sicherheitskritischen Embedded Interfaces.
Ein Schwerpunkt lag auf der UX für das SaaS-Produkt Paldesk (Web & Mobile). Parallel dazu verantwortete ich UX/UI-Themen an der Benutzeroberfläche von Ladekran-Steuerungen, um eine sichere, eindeutige Bedienung direkt am Display zu ermöglichen. Eine besondere Herausforderung stellte dabei ein 320×240 px Grafikdisplay mit 8-Bit Farbtiefe (256 Farben) dar.
Neben den unten beschriebenen Projekten war ich in weitere Produktentwicklungen involviert. Aufgrund bestehender Verschwiegenheitsvereinbarungen konnte ich diese Arbeiten nicht öffentlich dokumentieren.
Paldesk – UX für Web und Mobile
Für Paldesk, das digitale Service-Portal von PALFINGER, entwickelte und verbesserte ich Nutzerflüsse und Features für Web und Mobile. Mein Fokus lag darauf, eine intuitive Bedienung zu ermöglichen und eine konsistente Nutzererfahrung über Endgeräte hinweg sicherzustellen.
Insbesondere für Kranfahrer war es wesentlich, im Arbeitsalltag relevante Informationen mobil schnell, klar und zuverlässig abrufen zu können. Entsprechend gestaltete ich Lösungen, die auf reduzierte Interaktionskosten und klare Informationsarchitektur setzten.
PALcom P7 – Embedded HMI für Funkfernsteuerung
Die PALcom P7 ist eine Funkfernsteuerung, die auf den Ladekran-Einsatz zugeschnitten ist. Das Display war das zentrale Element der Menüführung und musste unter realen Bedingungen schnell erfassbar, robust und sicher bedienbar sein.
Rahmenbedingungen
- 320×240 px Display, 8-Bit (256 Farben)
- Bedienung über physische Inputs (Dreh-/Drück-Logik, Navigation, sicherheitsrelevante Bestätigungen)
- Fokus auf Fehlertoleranz, eindeutige Zustände und verständliches Feedback
Prototyping in Figma und Design System
Um die Benutzererfahrung realistisch abzubilden, setzte ich mich intensiv mit der Bedienlogik und dem Nutzungskontext vertraut und erstellte einen realitätsnahen High-Fidelity Prototypen in Figma. Dafür baute ich ein eigenes Design System für die Embedded-Umgebung auf.
Der Prototyp diente als Grundlage, um die Menüführung und kritische Interaktionen nachvollziehbar zu testen und iterativ zu verbessern.
Redesign PALcom P7
Das bestehende UI benötigte ein Update, um zeitgemäßer, konsistenter und schneller erfassbar zu werden. Ich entwickelte ein Redesign, das die bestehende Menülogik weitgehend respektierte, um den Entwicklungsaufwand gering zu halten, zugleich aber eine deutlich bessere visuelle Orientierung schuf.
Im Fokus standen:
- Modernisierung der visuellen Sprache (reduzierte Effekte, klare Kontraste, ruhigeres Layout)
- Konsistenz von Icons, Typografie und Navigation
- Sicherheitsabfragen: Usability vs. Safety
Auf Basis von Nutzerfeedback zeigte sich, dass bestimmte Funktionen kaum genutzt wurden, nicht aus mangelndem Bedarf, sondern weil Aktivierung und Bestätigungsschritte als zu aufwendig empfunden wurden. Ich leitete daraus Optimierungen ab, um unnötige Reibung zu reduzieren, ohne sicherheitsrelevante Anforderungen zu kompromittieren. Ziel war eine bessere Balance zwischen Schutz, Effizienz und Vertrauen in die Bedienung.
UX Maturity – Analyse der Produktlinie Loader Cranes
Zur Bewertung der UX-Reife innerhalb der Produktlinie Loader Cranes führte ich eine Analyse auf Basis des Nielsen Norman Group UX-Maturity Modells durch. Die Ergebnisse ordneten die Organisation auf Stage 2 ein: erste UX-Prozesse waren vorhanden, jedoch noch nicht durchgängig etabliert oder standardisiert.
Ich bereitete die Resultate verständlich für Stakeholder auf und stellte sie der Führungsebene vor. Die Analyse diente als Grundlage, um konkrete Handlungsfelder zu priorisieren und die Weiterentwicklung der UX-Arbeit strategisch zu unterstützen.
User Interviews – Assistenzfunktion (anonymisiert)
Für eine geplante Assistenzfunktion am Ladekran (nicht öffentlich benennbar) führte ich qualitative User Interviews durch, um das optimale Konzept für den Marktstart zu identifizieren. Es standen mehrere Konzeptvarianten zur Auswahl, die unterschiedliche Steuerungslogiken und Referenzpunkte adressierten.
Die Interviews lieferten zentrale Erkenntnisse dazu, wie Bediener die Steuerung mental modellierten, welche Hürden im Arbeitsalltag dominant waren und welche Funktionen tatsächlich Mehrwert boten.
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